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Am 1. und 2. Februar bleibt der Laden geschlossen. Am Freitag den 3.2. sind wir regulär wieder für euch da.
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Art on Skateboards

Art on Skateboards

Art framed by skateboards.

Ein kleiner Einblick in die Geschichte des Skateboardings und ihre Verbindung mit gerahmter Kunst. 

Alles entstand aus einer bis heute erhaltenen Do-it-yourself-Mentalität mit selbst gebauten Skateboards in den 50ern in Kalifornien. Das Skateboarding hat sich nicht aus einer Industrie entwickelt, sondern ist ein individueller Lebensausdruck, der eine subkulturelle Herkunft hat: Mit selbst angefertigten Boards sich gegenseitig Tricks vorführen, ohne miteinander in einen Wettkampf oder in Konkurrenz zu treten – das war die ursprüngliche Idee. Die kommerzielle Fertigung und Produktion begann erst Ende der 50er in den USA. 

Skateboarding ist kein Mannschaftssport, sondern vielmehr eine Haltung, ein Lifestyle, eine Lebenseinstellung. Dieses intensive Verlangen nach einem persönlichen Ausdruck hat auch mannigfaltige Einflüsse auf Kunst, Architektur, Design, Film, Fotografie und Soziologie bis hin zur Mode genommen: Kunst auf Skateboard-Decks, Künstler:innen, die skaten, Fotograf:innen mit eigenen, limitierten Skateboard-Kollektionen, Skaterboarder:innen die auch Streetartists sind oder umgekehrt. Das Skateboarding ist eine der wenigen Kulturen, die sich nicht auf einen bestimmten Look festgelegt hat, abgesehen von den frühen 90ern. Der Street-Art-Künstler Robin Rhode sagt beispielsweise dazu: »Heute ist Skateboarden eine Erweiterung meiner Interessen als Künstler und meiner Verflechtung mit der Subkultur. Gleichzeitig gibt es aber auch einen konzeptionellen Ansatz: Ich habe Skateboarden immer als Möglichkeit der Neudefinition von Architektur empfunden. Wie nehmen wir Raum wahr? Und wie können wir ihn steuern?« (Robin Rhode, Baunetz interior | design von Tim Berge, 14.11.2016) 

Der kalifornische Skateboarder  Mark Gonzales »The Gonz« begann parallel zum professionellen Skaten zu zeichnen und zu malen. Viele Fotografien von Kate Bellm zeigen Menschen die träumen, küssen und skaten in bizarren Landschaften mit farbenreichen Verläufen. Ihre fotografischen Arbeiten auf Decks oder Street-Art Motive von Victor Ash in limitierten Versionen sind nur ein kleiner Ausschnitt in die Welt von Kunst auf Skateboards. 

FW_vierbunteSkatebarodsaufdemBodenliegend

Abgesehen von diesen hoch dotierten Artist-Collections sind Decks natürlich für die Straße gedacht: zum Benutzen, zum Skaten. Aber diese Zeit ist endlich, die Erinnerungen unendlich. Alle kleinen Macken, Kratzer und Gebrauchsspuren, eine auffällige Grafik auf dem Skateboard, die vielleicht für eine bestimmte Zeit oder Region steht, machen ein benutztes Brett zu einem kleinen persönlichen Zeitzeugen. Die vielen Erinnerungen die mit einem Skateboard verbunden sind, lassen es selbst schon zu einem Unikat werden. Weggeworfene Skateboards sind vermutlich deswegen eher seltener zu finden, aber ungenutzte Stapel von ausrangierten Decks in Wohnzimmern von passionierten Skateboardern wesentlich häufiger. 

Haende links oben und rechts unten Bilderrahmenecke die mit Rahmenklammer zusammen gehalten wird

Aus einem alten Skateboard einen Bilderrahmen zu bauen ist in der Vorbereitung etwas aufwendiger bzw. kostet etwas mehr Mühe als bei anderen nicht mehr verwendeten Holzprodukten aus denen wir sonst Rahmen bauen. Im ersten Schritt wird das Griptape von der Deckoberfläche entfernt. Das ist eine zeitintensive Handarbeit, nach der nur noch das gesäuberte Holz übrig bleibt. Die spätere maximale Rahmengröße wird von der  Skateboardgröße selbst bestimmt. Etwas Verschnitt muss einberechnet werden: an den beiden abgerundeten Seiten, die gerade geschnitten werden müssen. Aufgebrochene, aufgequollene oder sehr stark beschädigte Kanten werden korrigiert, damit das spätere Zusammensetzen der vier Leistenteile akkurat möglich ist. Bei dem Zuschneiden der einzelnen Leisten aus einem Deck wird die typische Schichtung aus mehreren Holzschichten eines Boards sichtbar. Im Vergleich zu der meist auffälligeren und sehr farbigen Oberfläche scheint es zunächst ein subtiles Detail zu sein. Später im Raum, an der Wohnzimmerwand hängend, entfaltet es seine visuelle Kraft und ist wesentlich weniger subtil als vielleicht in der Fertigung noch angenommen. Das ist eine einzigartige Besonderheit und unterscheidet eine Skateboard-Rahmenleiste wesentlich von anderen Upcycling-Bilderrahmenleisten. 

 ein gerahmtes Bild wird hoch gehalten von einer Person, die man nur von hinten sieht

Was habt ihr für ungenutzte Decks in eurem Wohnzimmer liegen?

 

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